Unser erster Tag in Island (10. Juni 08)
Der Flug nach Island war wunderschön. Wir flogen kurz nach Sonnenuntergang der Sonne entgegen. So hatten wir Sonnenunterang ohne Ende – wir kamen bei Sonnenuntergang in Island an. Ein eigenartiges Gefühl. Immerhin war es auch nach isländischer Zeit Mitternacht. An die langen Tage werden wir uns gewöhnen müssen.
Vom Flughafen aus nahmen wir ein Taxi zum Flugotel. Bei Google Earth fanden Kai und ich vor der Reise zwei Hotels, die so angeschrieben waren. Beide sehr nah beim Flughafen. Das echte war dann noch ein bisschen weiter weg. Todmüde sind wir in die Betten gefallen. Soweit ich weiss, haben wir alle gut geschlafen.
Als wir erwachten, fanden wir einen strahlend blauen Himmel vor. Der Tag blieb, wie er angefangen hat. Kühl und windig zwar, aber immer strahlend schönes Wetter. So könnte es die ganzen 3 Wochen bleiben!
Nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir im Taxi zur Wohnmobilvermietung. Die Übernahme dauerte ziemlich lange – vieles musste geklärte werden.
Dann kam das Einräumen. Nicht ganz einfach, so einen Camper richtig zu nutzen. Die Jungs mussten nätürlich als erstes sämtliche Schalter, Hebel, Storen, Türen, Fallen, … testen, untersuchen, strapazieren. Dafür wissen sie nun bei allem, wie es funktioniert.
Nach einem Grosseinkauf (sooo teuer, wie alle immer gesagt haben, war es dann doch eigentlich nicht), fuhren wir durch die Einöde Richtung Süden. Auf einem Parkplatz stellten wir das Wohnmobil ab und gingen zu Fuss einen schönen Wanderweg entlang bis zu einem Vogelfelsen, wo Möwen ihre Jungen aufzogen. Der Weg führte durch Lavafelder die durch Thyminapolster (und noch ein paar andere Pflanzen – Therese korrigert: Nelken und…) bunt durchzogen waren. Der Rand war durch Steine markiert, alle 100 m war ein Steinmännchen zu sehen.
Gegen Abend fuhren wir nach Grindavik, wo wir auf einem sehr einfachen Camping Halt machten. Stromanschluss für den Camper (sonst ist unser Laptop mit der schwachen Batterie nicht brauchbar),2 WCs, Waschbecken… und das wars dann schon. Bis jetzt ist noch kein Campingwart aufgetaucht – für uns etwas überraschend – für Engländer unverständlich; sie haben sich nicht gewagt, hier ihre Zelte aufzuschlagen.
Dann zum ersten Mal im Camper kochen: auch nicht ganz einfach, besonders, weil die ganze Familie sich gleichzeitig drin aufhielt – aber leider nicht stillhielt. Nun, die Spagetti kamen auf den Tisch, Salat gabs auch…
Kai und ich haben noch eine Wanderung durch den Ort gemacht. Offensichtlich viel Fischindustrie hier – ein Hafen mit grossen Fischkuttern, riesige Verarbeitungsbetriebe neben den Hafenanlagen. Dann natürlich ein Bad und ein riesiges Stadion (für die paar Leute aus den wenigen Häusern, die es hier hat?).
Die isländischen Häuser sind grösstenteils einstöckig. Und die neuen haben teilweise den Charme von Baracken. Aber es gibt auch schöne, vorallem die älteren.
Beeindruckt sind wir von den vielen Offroadern – teilweise auf sehr hohen Rädern. Aber hier machen diese wenigstens Sinn.
Nun steht uns die erste Nacht im Camper bevor. Etwas ungewohnt für uns, auf so engem Raum zu schlafen – ich wede morgen darüber berichten. Bei euch ist mittlerweile 00.37 (sagt mein PC, der noch Schweizerzeit hat), bei uns folglich 22.37 und noch immer ist es taghell. Aber glücklicherweise kann man den Camper gut verdunkeln.
Therese und Nino sind am Lesen, Kai hört MP3 und ich – ich lege mich jetzt auch gleich schlafen, bin ich doch nach der kurzen Nacht auch ziemlich müde.
Was wir morgen machen werden ist noch nicht ganz klar. Das Wetter scheint nicht schlecht zu sein. Kai und Nino wollen auf jeden Fall in die Blaue Lagune – was wir wahrscheinlich auch tun werden.
Soviel von unserem ersten Tag.
Góđan nótt
P.S. Die netten Isländer haben offensichtlich da und dort gratis Hot-Spots. Deshalb die Föteli etwas grösser als üblich.



Lieber Hans-Peter.herzlichen Dank für den anschaulichen Bericht. Wir sund sehr froh, dass ea euch gefällt.Wir wünschen euch noch viele schöne Erlebnisse und freuen uns auf den nächsten blog. viele liebe Grüsse an euch alle.Grosi