Nun sind wir zurück aus der Wüste und ich habe etwas mehr Zeit – und vor allem eine Tastatur – zum Schreiben. Internet ist nicht besonders viel besser, weshalb ich die Bilder auch in einer etwas geringeren Auflösung einfügen muss.
Wie geschrieben, sind wir auch gestern durch fantastische Landschaften gefahren. Aber ich muss mich noch korrigieren. Wir waren in den drei Tagen nicht in der Atacama-Wüste (die ist in Chile und Peru) sondern im Altiplano.
Da würde auch eine Eisenbahnlinie nach La Paz durchführen. Leider wurde sie nach Corona nie mehr eröffnet, sodass wir heute Abend den Nachtbus nehmen müssen. Wär schon cool gewesen, mit dem Zug durch die Wüste zu fahren.
Nachdem wir die Salar verlassen hatten, führen wir durch so viele unterschiedliche Gegenden. Und weil hier sehr viele unterschiedliche Mineralien im Boden sind, gibt es auch die verrücktesten Farben.
Der zweite Tag stand unter dem Motto Lagunas. Das sind sehr flache Gewässer in der Wüste (nicht tiefer als 50 cm), zum Teil hochgiftig von den verschiedenen ausgeschwemmten Stoffen, die sich dort im Laufe der Jahrhunderte konzentriert haben.
In diesen Lagunas leben viele Flamingos. Da jetzt aber Winter ist, waren es nicht ganz so viele. Im Sommer seien die Lagunen voll davon.
Die Mineralien färben die Lagunas auch unterschiedlich.
Unterwegs trafen wir dann auch noch auf Indian Rabbits. Eigenartige Viecher.
Am Schluss fühlte ich mich fast nach Island versetzt: Wir besuchten einen aktiven Geysir. Allerdings nicht wasserspritzend wie in Island sondern matschkochend.
Die Unterkunft war deutlich einfacher als die erste. Wir schliefen im 6er-Zimmer, Toilette auf dem Gang, Dusche nur eiskalt. Beeindruckend war die Menge, die sich um die Rezeption scharrte: Dort war die einzige Stelle, wo man Handys laden konnte und es ging ziemlich heftig zu und her.
Nach dem Nachtessen badeten wir in einem Hot-Spring-Teich. 40° C warm war das Wasser. Die Luft angeblich -6° C.
Es war wunderschön! Ich habe noch nie einen so tollen Sternenhimmel gesehen. Da in der Wüste keine Lichtverschmutzung herrscht, sehen wir ein Vielfaches an Sternen als sonst. Und die Milchstrasse zog sich über den ganzen Himmel. Fotos gibt es davon leider keine.
So aufgewärmt hüllten wir uns wieder in die Kleider, sodass die Wärme gespeichert blieb bis ins Bett. Diese Nacht war eindeutig weniger kalt als die letzte – wobei vielleicht eben auch eine Rolle spielt, dass wir letzte Nacht schon völlig durchgefroren ins Bett stiegen.


















Lieber Hans Peter danke vielmals für die sehr interessanten Schilderungen und die wunderschönen Bilder,.Alles Gute und viele herzliche Grüsse ❤️❤️