Endlich Ferien

Ich sitze im Wartebereich des Flughafens Genf – und warte auf meinen Flug. Ja, richtig gelesen: Ich fliege! Eigentlich ganz entgegen meiner Grundsätze!!
Ich habe ja lange gezögert. Aber da ich nicht zum Voraus sagen konnte, wann ich die Novembernummer der Zeitschrift “4bis8” soweit habe, dass ich doch noch meiner Familie in die Ferien nach Südfrankreich nachreisen könnte, habe ich keinen TGV reserviert. Ich hatte das Gefühl, dass dies so kurzfristig eh nicht möglich ist. Anfang Woche habe ich dann easyjet gebucht. Da musste ich nochmals über meinen Schatten springen. Bei den Preisen zieht doch einfach jemand den Kürzeren. Irgendwie geht doch das nicht mit rechten Dingen zu. Ist es die Wartung der Flugzeuge? Wohl kaum – das können die sich gar nicht leisten, dort zu sparen. Wahrscheinlich ist es das Personal, dass zu lausigen Löhnen arbeiten muss. Und das unterstütze ich nun.
Aber ehrlich gesagt: Ich freue mich schon auf den Flug. Immerhin mache ich das nicht alle Tage. Und der kurze Flug besteht ja vorwiegend aus starten und landen, was ich sowieso das tolle am Fliegen finden. Der Flug dazwischen muss gar nicht so lange dauern!
Tja, und nun warte ich also hier. Es ist ja nicht so, dass ich auf diese Distanz Zeit gewinnen würde. Zuerst die Reise nach Genf. Und dann muss man so früh am Flughafen sein. Dann der Anschluss in Nizza…. Schlussendlich bin ich wahrscheinlich gleich lange unterwegs, wie meine Familie am Sonntag mit dem Auto.
Auf jeden Fall freue ich mich auf die Ferien. Die beiden letzten Monate waren sehr anstrengend. Mein neuer Redaktionsjob gab viel zu tun. Und da ich ja meine früheren Aufgaben nicht einfach so ohne weiteres von einem Tag auf den anderen zurückgeben konnte (immerhin war ich 70% beschäftigt – und hatte schon da viel Überzeit), wurde das Ganze mit den 50% Redaktion dann etwas viel. Aber ich bin trotzdem sehe glücklich mit meine neuen Job – auch wenn ich zwischendurch etwas jammere! Ich bin halt einfach der Typ, der zwischendurch etwas klönen muss – es geht mir dann wieder viel besser.
Nun also ab nach Ramatuelle! Hoffentlich erlebe ich dort doch auch noch ein paar sonnige Tage. Der Wetterbericht ist zwar eher mässig – aber die können sich ja auch täuschen.
Und wahrscheinlich werde  ich mich sogar elektronisch etwas abnabeln. In Frankreich ist die ständige Verfügbarkeit noch schwerer zu organisieren als in Schweden. Wir werden sehen. Aber ich werde es auch so überleben – ein gutes Training und vielleicht auch besser für meine Gesundheit.

Author: hans-pi

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