Heute haben wir – offenbar ein Muss in Kiruna – eine Tour durch die Minen gemacht. Jedenfalls hätte ich das so erwartet. Wir waren zwar im Stollen, aber nicht dort, wo aktiv abgebaut wird. Nachdem ich am Morgen beim Joggen auf dem Mitternachssonnenweg auf den Aussichtshügel gerannt bin, hatte ich eine wunderbaren Überblick über die Stadt, die Anfang Jahrhundert hier künstlich geschaffen wurde, nachdem hier Eisenerz gefunden wurde. Die ganze Stadt gehört der Firma. Und fast alle arbeiten für den selben Arbeitgeber. Offenbar machen die das wirklich nicht schlecht. Man hat schon das Gefühl, dass es den Leuten hier gut geht – die müssen ja wohl auch etwas bieten. Hier käme sonst kaum jemand hin. Ok, die Gegend ist nicht schlecht. Aber im Winter hier? Fast nonstop Nacht, viel Schnee, kalt. Und im Werbevideo tief in der Grube wurde schon gezeigt, wir toll die 200 verschiedenen Berufe sind, welche die Mine bietet. Aber ob das dann in echt auch so toll ist???
Auf jeden Fall sind wir mit dem Bus 540m unter den Boden gefahren. Einfach so, in einem steil nach unten führenden Tunnel. Alle 700, die dort unten arbeiten, fahren auch mit Bussen oder mit ihren Autos, nicht wie ich angenommen habe mit einem Lift.
Eigentlich wird nun in einer Tiefe von über 1000m Erz abgebaut (das hier übrigens Magnetit ist -weshalb die Steine von einem Magneten angezogen werden). Dort kommt man aber leider nicht hin. Das wäre wohl viel zu gefährlich für die Touristen. Schade, das hätte ich spannender gefunden als die inszenierte Ausstellung in den ehemaligen Stollen (die übrigens riesig sind und nicht nur so eng, wie ich mir das vorstellte).
Auf jeden Fall ist das Gänze aber schon sehr beeindruckend. Mit Eisen lässt sich offenbar auch viel Geld verdienen. So viel, dass die Umsiedlung (der Boden stürzt ein, weil die Erzader unten abgebaut wird) in Kauf genommen wird. Dabei wird Kiruna einfach etwas verschoben, bzw, einzelne Teile. Und zwar so, dass die Stadt zusammenhängend bleibt, obschon es einfacher wäre, nebendran zu bauen – und wohl günstiger,weil dort keine Einsturzgefahr mehr ist. Eine ziemlich verrückte Sache!







Spannend, insbesondere die grossen Bagger…Liebe Grüsse
Thomas
Wünsche euch weiterhin gute Fahrt – hoffentlich mit etwas weniger Mücken, was mir irgendwie sehr bekannt vorkommt.
Wir geniessen das schöne und warme Wetter heuer in den Schweizer Bergen.
Liebe Grüsse
Hansruedi