Wie immer in den Skiferien werde ich wieder mal grundsätzlich.
Heute war ja ein wunderschöner Tag, stahlblauer Himmel, guter Schnee. Und ich habe das Boarden wirklich genossen. Es ist schon ein geiles Gefühl, auf einer breiten Piste in grosszügigen Schwüngen herunterzudüsen. Fast wie fliegen!
Und wenn ich dann auf der Sesselbahn sitze und mich ein bisschen umsehe, dann meldet sich mein ökologisches Gewissen. Dann frage ich mich, was das Ganze eigentlich soll: Tausende von Menschen, die sich mit Liften und Bahnen hochschleppen lassen, um dann wieder runterzurutschen. Wie viel Co2 kostet das? Und all die Pflanzen und Tiere, die unter der Übernutzung der Alpen leiden? Und doch gibt es wieder hunderte von Arbeitsplätzen für die Leute in den Walliser Tälern. Und dann sind es doch meist ausländische Leute, die diese Arbeit überhaupt noch machen… Es wäre doch eigentlich so schön, wenn es ein “gut” oder “schlecht” gäbe, wenn man so einfach entscheiden könnte, was noch drinliegt, wo die Grenzen sind.
Ich habe heute mit meinen Jungs darüber gesprochen, dass (ich weiss nicht mehr genau wo) einige “Umweltschützer” sich gegen den Bau eines Skilifts mit Solarpaneels wehren. Das gibt schon Anlass zu Gesprächen. Wenn die doch schon umweltfreundliche Skilifte bauen wollen, die den Strom “selber” produzieren. Was ist denn das Problem? Ach die grossen Kollektoren? Machen sich diese Leute denn keine Sorgen wegen der Klimaerwärmung? Oder was ist ihnen wichtig?
Wir sind dann beim “Max Havelaar, Bio-Schnee-Öko-Skigebiet” angelangt.
Wahrscheinlich nicht realisierbar. Und was bleibt, ist das tägliche Abwägen, was man selber verantworten kann und leider keine eindeutige Antwort auf all diese Fragen (obschon Mann als Vater das doch gerne liefern würde – und die Kinder das auch gerne hätten).
