Montag, 21.7.08, zwölfter Tag

Montag, 21.7.08, zwölfter Tag

Heute haben wir den Myvatn endgültig verlassen. Wir haben ziemlich lange
geschlafen und sind haben dann noch den geothermischen Teich besucht. Es war
zwar schön – ein Naturteich mit heissem Wasser aus der Erde – aber es hat
mörderisch nach Schwefel gestunken. Ausserdem hat sich das Wasser sehr
schlecht durchmischt, so dass wir manchmal in kaltem, anschliessend wieder
in siedend heissem Wasser schwammen. Oder die Füsse waren kalt und die
Schultern heiss.

Der Tag hat fast sonnig begonnen. Gegen Mittag wurde es aber immer grauer
und als wir dann den Godafoss erreicht haben (den dritten Wasserfall, den
man in Island sehen “muss”), regnete es wieder – wie bis jetzt bei den
meisten Wasserfällen, die wir uns angeschaut haben.

Der Godafoss ist zwar nicht wahnsinnig hoch oder breit, dafür ist er sehr
schön. Hier soll ein isländischer Anführer (wann weiss ich nicht mehr so
genau) – nachdem er beschlossen hat, dass sein Volk den christlichen Glauben
annehmen sollte – alle heidnischen Götterstatuen in den “Götterfall” – eben
Godafoss – geworfen haben.

Wir fuhren dann weiter nach Akureyri. Das ist eine der grössten Städte
Islands. Wir fuhren aber vorbei – evtl. werden wir morgen noch dorthin
fahren – und suchten den Zeltplatz in Hrafnagil auf. Kai war im Klee! Es hat
hier ein Freibad mit einer riesigen Rutschbahn. Das heisst, dass wir
nochmals baden gingen. Zum Glück hat es auch einen Hot Pot und eine
Dampfsauna, so dass ich auch auf die Rechnung kam. Therese hatte schon genug
gebadet für heute.

Hier im Ort soll es einen berühmten Christmas-Shop geben, der das ganze Jahr
über geöffnet ist – wir werden ihn morgen sicher noch aufsuchen.

Nun sitzen wir im Camper, draussen regnet es in Strömen – und Therese hat
den Ferienkoller, findet, dass wir nun nach Hause fahren könnten und sie ist
nicht sicher, ob die Reise die hohen Ausgaben wert ist. Nun – die Jungs und
ich sind uns einig, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat!

Góđan nótt

Author: hans-pi

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