Die Nacht in Bodø war kurz und unruhig. Als wir gegen Mitternacht auf dem Camping ankamen, habe ich bei einem ziemlich überdrehten Campingwart einen Platz gebucht. Es war nie ganz klar, ob der Typ Norwegisch oder Deutsch sprach. Er konnte offenbar beides, schien mir aber ziemlich betrunken. Er rannte währende des Gesprächs ununterbrochen in der ganzen Rezeption herum.
Wir sanken ziemlich müde in unsere Betten – konnten aber nicht recht einschlafen. Heute ging es dann schon ziemlich früh ziemlich laut Zündung her, sodass wir relativ früh wach wurden. Als ich dann am Morgen beim Campingwart doch noch eine freie Steckdose verlangte, konnte ich feststellen, dass er sich noch immer genau gleich benahm. Entweder war er schon wieder oder noch immer besoffen – oder dann war er einfach so exaltiert.
Wir fuhren am Nachmittag weiter, weil wir um 16.11 Uhr den Höhepunkt des Saltstraumen sehen wollten. Dort befindet sich der Eingang zu einem Fjord. Wenn die Flut kommt, dann fliessen dort innerhalb kurzer Zeit 400 Kubikmeter Wasser vom Meer in den Fjord – oder hinaus. Es soll der kräftigste Gezeitenstrom der Welt sein, der sich dort unter der Brücke in den Fjord (oder dann eben hinaus) ergiesst. War also ziemlich beeindruckend – auch wenn das auf den Bildern nicht so zum Ausdruck kommt. Vielleicht schaffe ich es, das Filmchen auch hochzuladen. Nun sind wir in der Nähe von Faukes auf einem Camping auf einer Halbinsel – wo es uns sehr gefällt. Dennoch: alle haben das Reissen nach Schweden. Wir werden also relativ schnell dorthin fahren.





