Samstag, 19.7.08, zehnter Tag
Heute Morgen gab es früh Tagwache (zumindest für unsere Verhältnisse in
Island): Um 8.50 stand Therese voll Tatendrang auf. Sie hatte was vor. Der
Himmel war fast wolkenlos – wie geschaffen für grössere Projekte.
Nach dem Frühstück musste einmal mehr der Toilettentank und dar
Grauwassertank (Abwaschwasser etc.) geleert werden. Ausserdem brauchten wir
frisches Wasser.
Dann fuhren wir zurück nach Husavik. Dort buchten wir eine
Whalewatching-Fahrt. 3 Stunden sollte die Fahrt dauern.
Während wir auf die Abfahrt warteten, besuchten wir das Walmuseum von
Husavik. Es war sehr beeindruckend und gut gemacht. Kai konnte vor dem
Museum sogar in einen Walkiefer sitzen.
Wir fuhren auf einem relativ kleinen Schiff aufs offene Meer, bzw.
eigentlich in den Fjord hinaus. Das Meer war angeblich ruhig – wir
Landratten fanden es ziemlich bewegt. Ich habe starr den Horizont fixiert,
so dass mir nicht übel wurde.
Bereits nach kurzer Zeit sahen wir die ersten Blase von Walen. Schon das hat
uns ziemlich beeindruckt. Und kurze Zeit später sahen wir “Fredy” ganz aus
der Nähe: ein Buckwal – noch ein junges Exemplar. Er ist offenbar ziemlich
zutraulich, so dass wir recht nahe an ihn heran konnten. Obwohl wir kein
richtiges Teleobjektiv haben, konnten wir einige tolle Bilder schiessen.
Aber vor allem haben wir das beeindruckende Tier live angeschaut. Ich hätte
nie gedacht, dass wir so nahe an die Wale herankommen würden.
Insgesamt haben wir 4 Buckelwale und einen Zwergwal gesehen. Die Fahrt hat
sich wirklich gelohnt.
Ich habe mich zwischendurch einfach gefragt, wie erfreut wohl die Wale über
die vielen Whale-Watching-Schiffe sind. Eigentlich ist es ja schön, wenn
viele Leute diese beeindruckenden Tiere von nahe sehen können – aber fühlen
sie sich nicht auch gestört? Und wie ist das mit den Schiffsmotoren?
Es war aber eine wunderschöne Fahrt mit fantastischen Beobachtungen. Und bei
solch strahlendem Wetter! Die Führerin hat gesagt, dass es gar nicht
selbstverständlich sei, so gutes Wetter zu haben, so viele Wale zu sehen und
so wenig Wellen zu haben.
Kai wurde am meisten seekrank – und wie auch schon auf dem Neuenburgersee –
schlief er einfach ein. Das war gut so.
Nach einem grossen Einkauf und einem kleinen Rundgang durch Husavik haben
wir uns noch etwas auf der Terrasse eines Restaurants gegönnt und dann
fuhren wir an den Mückensee (Myvatn). Dort haben wir uns auf dem Camping
eingerichtet. Vielleicht bleiben wir hier sogar mal einen Tag länger – wir
werden sehen.
Góđan nótt

Vielen Dank für die sehr interessante Reisebeschreibung.Sämi lässt die Wale grüssen. Auch für mich sind sie beeindruckend.Das Wetter ist bei uns sehr wechselhaft, Sonne, Regen,ein wenig Hagel…..
Sämi reist morgen ins Lager nach Weggis.Ich wünsche euch noch wunderschöne Tage und immer guite Fahrt.Liebe Grüsse Grosi