Sonntag, 13.7.08, vierter Tag
Auch heute sind wir leider wieder bei Regen erwacht. Den Ausflug in das Infozentrum für Kaffe und Gipfeli haben wir deshalb ausgelassen und haben gleich gefrühstückt. Heute bekommt ihr noch ein Foto vom Strokkur zu sehen, das Nino gestern Abend noch geschossen hat. Wir mussten spät am Abend nochmals hin, um noch ein paar Ausbrüche zu sehen, sie sind doch sehr eindrücklich.
Wir sind nach dem Frühstück nochmals zum Gullfoss gefahren. Wir hatten Glück. Als wir dort ankamen, hörte der Regen auf und wir konnten den riesigen Wasserfall trocken besichtigen. Faszinierend, wie sich diese Wassermassen die Felstreppen hinunterstürzen. Ich war ja noch nie bei den Niagarafällen, aber der Gullfoss kann da sicher gut mithalten, auch wenn er ein bisschen kleiner ist.
Im Touristenrestaurant haben wir uns an sündhaft teurer Suppe und an Torten (wer hat wohl was bestellt?) erlabt.
Nun mussten wir ziemlich weit zurückfahren, da unser Camper nicht hochlandtauglich ist. Über eine ziemlich holperige Naturstrasse kamen wir dann schlussendlich aber wieder zurück auf die Ringstrasse. Dort gings wieder zügig voran. Unterwegs haben wir überraschenderweise noch einen weiteren grossen Wasserfall entdeckt. Es sei der höchste in Island, hat Therese in einem Reiseführer gelesen. Auch da hatten wir eigentlich Glück, es hat nicht geregnet, als wir zum Wasserfall gefahren sind. Kai, Nino und ich konnten es aber dann nicht lassen, hinter dem Wasserfall durchzugehen (auf dem Foto ist vor allem meine gelbe Jacke sichtbar, aber da sind wir schon hinter dem eigentlichen Wasserfall durch) und dabei wurden wir einmal mehr ziemlich nass, der Wind hat das Wasser zerstäubt und uns direkt angeblasen. Nun, es hat sich gelohnt! Hinter dem Wasserfall war es wunderschön: saftig grüne Gräser, gelbliche Moose, schwarzes Gestein und das Tosen des Wassers.
Auch eher zufällig sind wir einem Car zu einem Gletscher gefolgt. Auch hier wieder ziemlich lausige Strassenverhältnisse – langsam fahren war angesagt (ob die Campervermieter wohl Freude gehabt hätten…). Auf jeden Fall haben wir dann den Gletscher erreicht. Fast auf Meerhöhe notabene! Glasklares Eis in schwarzem Sand – die Jungs haben sich ein Stück abgebrochen und im Camper im Eisfach eingelagert. Mal schauen, was wir damit machen. Bis in die Schweiz wird es wohl nicht halten…
Nun sind wir in Vik. Laut einer isländischen Zeitschrift gehört der Strand hier zu den 10 schönsten der Welt. Der Sand ist tiefschwarz, der Atlantik wild, die Berghänge grün… Vermutlich werdet ihr morgen noch Bilder davon sehen. Heute hat es sonst schon 4 Bilder, weil ich mich nicht beschränken konnte. Es soll auch Papageientaucher (Puffins) geben hier. Die haben wir aber noch nicht gesehen. Und für das von Kai ersehnte Schwimmbad hat es heute dann nicht mehr gereicht, was ein kleines Drama zur Folge hatte. Wir haben ihm versprochen, dass wir den morgen Vormittag noch schwimmen gehen. Je nach Wetter noch am Strand oder in den Hügeln von Vik spazieren und erst gegen Abend weiterfahren. Wir hoffen ja schon, dass das Wetter endlich noch besser wird. Der erste Tag war ja fantastisch schön – sehr windig zwar, aber wolkenloser Himmel. Seither war es immer sehr regnerisch. Manchmal hat es sogar in Strömen geregnet. Im Moment ist es trocken, aber zwischen den Wolken ist blauer Himmel sichtbar. Das hatten wir heute zwar schon ab und zu – aber die Wolken waren doch immer stärker.
Da wir leider keine freien Netze mehr erwischen (das auf diesem Zeltplatz hier ist leider zu schwach), können wir auch keinen Wetterbericht im Internet konsultieren. Wir hoffen das Beste.
Góđan nótt





Höchst interessant die Berichte aus Nordeuropa. Da werden natürlich wieder Erinnerungen wach! Geniesst doch auch das manchmal etwas regnerische Wetter in Island. Hier in der Schweiz regnet es nämlich seit einiger Zeit in Strömen, gestern sogar 35 mm! Der Tessin ist überschwemmt.
Gruss Hansruedi