Sonntag, 27.7.08, achtzehnter Tag

Sonntag, 27.7.08, achtzehnter Tag

Heute war der Tag der Schotterpisten. Unsere kompetente Reiseleitung hat den
Tag wieder perfekt geplant. Wir wollten den Vogelfelsen, die westlichste
Stelle Islands, sogar den westlichsten Punkt Europas besuchen. Das hiess für
uns: viel Schotterpiste, viel Gerüttel und vermutlich einige lockere
Schrauben (im Camper). Unterwegs fuhren wir an einem weissen Südseestrand
entlang. Weisser Sand ist hier ja eher selten, weil das meisten vulkanischen
Ursprungs ist. Ob der weisse auch aus dem Vulkan kommt, das kann mir der
Marco dann mal noch erklären.

Beim Vogelfelsen haben sich dann die Papageientaucher (Puffins) in Pose
geworfen. Wir haben einige ganze Menge Fotos geschossen. Das (unserer
Meinung nach) schönste, findet ihr im Blog. Die ganze Felswand zieht sich
über 14 km. Dort nisten tausende von Vögeln, nicht nur Papageientaucher. Es
war ein ziemlicher Lärm dort – und es hat auch ziemlich gestunken. Aber wir
haben auch viele Jungvögel gesehen.

Dann gings wieder die ganze Schotterpiste zurück. Unterwegs haben wir noch
ein skurriles Museum besucht, von einem Typen, der einfach alles sammelt –
von den einfachen Küchengeräten bis zu den abgestürzten Frachtflugzeugen aus
Russland. Leider hatten wir nicht so viel Zeit dort. Denn die Reisleitung
trieb uns weiter, mussten wir doch die Fähre in Brianslaekur erreichen. Das
ist nämlich eine weitere Variante, durch die Westfjorde zu reisen. Statt die
Fjorde alle zum umrunden nimmt man einfach die Fähre. Da ich oben an Deck
sein musste, weil mir auf grossen Kähnen einfach übel wird, wenn ich den
Horizont nicht sehe, kam ich ziemlich durchgefroren in Stykkisholmur an –
dauerte die Fahrt doch ganze 3 Stunden. Wie lange sie wohl gedauert hätte,
wenn wir durch die Fjorde gefahren wären?

Morgen geht es dann schon langsam in Richtung Keflavik. Noch bleiben uns
zwei Tage vor dem Rückflug.

Góđan nótt

Author: hans-pi

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