Donnerstag, 24.7.08, fünfzehnter Tag
In Hvammstangi haben wir heute das Robbenmuseum besucht. Dort haben wir
einiges über Robben erfahren. Die Frau an der Kasse hat uns dann auch gleich
gesagt, wo wir Robben live beobachten könnten. Wir sind einige Kilometer
einer Schotterpiste gefolgt und haben dann tatsächlich eine Robbenkolonie
angetroffen. Die Bilder sind mangels gutem Teleobjektiv nicht gerade
spektakulär, aber live war es halt sowieso viel eindrücklicher, als Fotos
das darstellen können.
Etwas durchgefroren (es ist heute wieder ziemlich kalt und bedeckt, aber
immerhin trocken) wärmten wir uns im Kaffeehaus auf der Farm auf. Dort haben
wir in der guten Stube des Bauern Kaffee und Kakao getrunken und Kuchen
gegessen. Eine Deutsche arbeitet dort jeweils den Sommer durch. Sie hat uns
einiges über den Hof erzählt, zum Beispiel über die letzte Hinrichtung auf
Island, die vor rund 200 Jahren auf diesem Hof stattgefunden haben soll. Das
benutzte Schwert wurde in Dänemark bestellt und ist heute in Reykjavik im
Museum ausgestellt.
Dann hiess es ziemlich lang fahren. Über Strassen von sehr unterschiedlicher
Qualität fuhren wir in die Westfjorde. Heute übernachten wir in Drangsnes.
Es ist ein kleiner Ort in einem Fjord. Der Zeltplatz ist beim Gemeindehaus.
Vorne am Meer soll es natürliche Hot Pots geben, vorher muss aber hier im
Gemeindehaus geduscht werden – so reinlich sind die Isländer: in jedem Bad
ist auf einer Tafel ganz genau bezeichnet, wo man sich vor dem Bad gründlich
mit Seife waschen soll – ohne Badehose versteht sich.
Wahrscheinlich gehen wir noch heute in die Hot Pots. Aber da ich nachher
wohl zu müde zum schreiben bin, geht der Blog schon jetzt weg.
Und was ich noch sagen wollte: Die Krise von Therese ist vorüber. Auch sie
freut sich wieder über die Ferien und bereut nichts.
Uns kann man übrigens nicht nur über die Kommentarfunktion erreichen sonder
auch direkt über hpw@sunrise.ch (nur so, damit wir auch merken, ob der Blog
überhaupt gelesen wird!)
Nun sind wir also vom Hot Pot zurück. Es war super. Wir haben also geduscht
und sind dann die 400m der Strasse nach gegangen (wieder in den Kleidern,
weil es doch ziemlich kalt ist hier). Am Ufer des Meeres waren dann drei Hot
Pots. Sie waren bereits gut besetzt. Ein Pot war voller Männer aus dem Ort,
die dort ihr Feierabendbier genossen haben. Das wär auch was für mich!
Während wir badeten, konnten wir gleich noch einen Zwergwal beobachten und
anschliessend sprangen noch ein paar Delfine munter vorbei. Nicht gerade
direkt vor dem Pot, aber doch so, dass wir sie gut sehen konnten. Das musste
ich doch noch schnell berichten, bevor ich erneut versuche, den Blog zu
senden.
Góđan nótt
