Essend durch Sucre

Also besonders spannend am Reisen finde ich auch das Essen. Deshalb muss ich überall immer wieder alles ausprobieren.

Nach einer kühlen Nacht (die Wohnung wurde als „warm“ angepriesen, aber wie alle anderen verfügt auch sie nicht über eine Heizung), hat Sabine wieder mal ein tolles Frühstücksrestaurant ausgewählt. Es war ganz oben in einem Kirchturm. Die arme Bedienung musste alles 5 Stockwerke nach oben schleppen. Wir haben ihr immerhin das dreckige Geschirr wieder runter geschleppt.

Anschliessend gingen wir auf einen Hügel zu einem ehemaligen Kloster, von wo man einen prächtigen Blick auch Sucre hatte. Dort war auch ein Museum, wo wir die vielen Webereien und so anschauen konnten. Eine Indigene Frau sass auch am Webstuhl. Sehr konzentriert, die Muster sind sehr anspruchsvoll. Für den schmalen Streifen (siehe Foto) brauchte sie eine Woche, hat sie gesagt.

Ich brauchte dann noch einen Sonnenhut. Sabine meint, dass ich damit aussehe wie ein deutscher Tourist.

Und einmal mehr hat uns das Geschehen auf dem Markt angezogen. Ich genehmigte mir einen Zimtapfeldrink.

Dann waren da die Berge von Fleisch. Wie Sabine in Erfahrung gebracht hat, werde immer fast alle gekauft. Kaum zu glauben. Ich habe ziemlich flach geatmet.

An einem weiteren Strassenstand haben wir dann noch einige feine Backwaren (die wir nicht fotografisch festgehalten haben, aber es war ein Empanada, ein Cornet mit Dulce de Leche gefüllt, ein weisses Törtchen mit was auch immer gefüllt und Cuñapes) gekauft und dann ein bisschen Siesta gemacht.

Die Bolivianer:innen sind ja allgemein nicht sehr umweltbewusst. Was sie aber super machen: Es wird alles geflickt und nichts, was noch einigermassen verwendet werden kann, wird weggeworfen. Sabine hat den Reissverschluss an ihrem Rucksack für 5 Bolivianos flicken lassen. Hier wird alles geschickt geflickt.

Abends gingen wir essen. Ich hatte ein Lamasteak und Sabine eine Quinoa-Suppe. Beides war sehr fein. Ich würde allerdings das Lamafleisch nicht von Rindfleisch unterscheiden können.

Da oben im Turm gab es Frühstück.
Sehr lecker und an einem sehr speziellen Ort.
Blick auf Sucre.
Der deutsche Tourist.
Für den Streifen unten benötigte die Frau eine Woche.
Zimtapfeldrink.
Quinoasuppe.
Lama mit viel Beilagen – eigentlich zu viel.
Ein Dessert auf dem Heimweg musste trotzdem sein.
Author: hans-pi

3 thoughts on “Essend durch Sucre

  1. Meine Lieben ,so schön,beim Zmörgele Hans-Pi s Blog zu lesen,so viel Schönes und Interessantes ,Lustiges von Bolivien zu erfahren!Danke vielmals.Hier ist es Prächtiges Sommerwetter,gestern war ich auf der Engstligenalp.sooo schön!Häbets weiter gute u schön u danke u liebi Grüess.

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